25.04.2011
Platzsuche
Das 1×1 der Krippen- und Kindergartenplatzsuche
Wenn Ihr in einem Stadtteil wohnt, der mit Krippen- und/oder Kindergartenplätzen unterversorgt ist, empfehlen wir Euch ein paar Abläufe zu beachten, um Eure Enttäuschung bei der Suche in Grenzen zu halten. Die folgenden Informationen sind als Hinweise von Eltern für Eltern gedacht. Eine Gewähr können wir nicht übernehmen.
Druckversion 1×1 der Krippen- und Kindergartenplatzsuche
1. Krippenplatzsuche
| WAS?
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WANN? |
| Erkundige Dich bei anderen Eltern und Krippen-Einrichtungen, wie knapp es in Deinem Stadtteil mit Krippenplätzen aussieht. Wenn die Versorgungslage knapp ist: weiterlesen! Sonst: freuen, erst mal entspannen und bei Gelegenheit ein paar Anmeldungen erledigen! Adressen und Telefonnummern findest Du hier.
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Vor od. kurz nach Geburt |
| Die Aufnahmen in Krippen und Kindergärten finden i.d.R. zum 1. August statt, weil dann die Plätze der schulpflichtigen Kinder in den Kindergärten frei werden und sich dieser Wechsel auch auf die Krippen überträgt. Wenn die Versorgungslage sehr knapp ist, sind Quereinstiege im laufenden Kita-Jahr selten möglich. Darauf sollte man sich nicht verlassen. Das heißt für Euch: wenn Ihr eine institutionelle Betreuung wollt, kalkuliert – falls möglich – den August als Eckdatum (am besten plus 1 Monat Eingewöhnungszeit) bei Planung und Beantragung Eurer Elternzeit ein. Falls das nicht möglich ist, plant auf jeden Fall Übergangslösungen zwischen Elternzeit-Ende und Krippen-Eintritt ein. | Vor od. kurz nach Geburt |
| Wann man mit den Anmeldungen beginnen sollte und ob man dadurch seine Chancen verbessern kann, ist sehr umstritten. In der Regel reicht es, zwischen August und Oktober des Vorjahres die Anmeldungen für den Aufnahmetermin im August des kommenden Kita-Jahres zu erledigen. Der Anmeldezeitpunkt spielt eine deutlich geringere Rolle als allgemein angenommen.
Wie man sich bei den einzelnen Einrichtungen anmeldet ist sehr unterschiedlich (z.B. persönlichen Termin vereinbaren, Standard-Formular zu bestimmten Zeiten abholen od. als download im Internet, Anmeldung per Telefon, Initiativ-Bewerbung mit und ohne Fotos etc.). Damit nicht alle Eltern diese Modalitäten neu in Erfahrung bringen müssen, setzt sich der immerda e.V. dafür ein, dass es mittelfristig eine stadtweite Übersicht dazu gibt. Lasst Euch von der Information einer „langen Warteliste“ nicht zu sehr verunsichern. Alle Eltern melden ihre Kinder bei mehreren Einrichtungen an. Die Anzahl liegt in der Regel bei mindestens 5, kann aber auch bei 35 Anmeldungen liegen. Deshalb sind Wartelisten nicht so aussagekräftig wie es scheint. Sobald die Vergabe von Plätzen in Gang gesetzt ist, schrumpft auch die längste Warteliste zusammen. |
August bis Oktober des Vorjahres |
| Die Stadt hat Vergabekriterien formuliert, die ihr hier nachlesen könnt. Da die große Mehrheit der platzsuchenden Eltern eines dieser Kriterien erfüllt, kann man sich darüber hinaus an folgende Maxime halten: Je älter Euer Kind zum 1. August (in Lebensmonaten) ist, desto größere Chancen habt Ihr auf einen Platz oder gar Euren Wunschplatz. Wer für ein im August 12 Monate altes Kind oder sogar noch unter 12 Monate altes Kind einen Platz sucht, wird sich deutlich mehr anstrengen müssen und in dieser Zeit mehr Abweisungen erleben als jemand, dessen Kind im August 18 Monate alt ist. Wer ein zum Aufnahmestichtag sehr junges Kind hat, sollte sich parallel um mögliche Alternativen kümmern (Tagesmütter, Betreuung im privaten Umfeld etc.). Unterstützung und Vermittlung bekommst Du bei der Interessengemeinschaft der Tagesmütter und im FamilienService Büro. | Min. 3 bis 6 Monate vor Wunschtermin |
| Das Auswahlverfahren zur Vergabe der Plätze findet in der Regel zwischen Januar und Juni statt, aber auch das ist von Einrichtung zu Einrichtung sehr unterschiedlich. Es kann auch bis zuletzt noch Verschiebungen geben, weil Eltern zunächst zugesagte Plätze wegen passendere Alternativen doch wieder absagen. Es empfiehlt sich, nach der Anmeldung noch ein- bis zweimal sein Interesse an einem Platz zu bekräftigen und sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen (am besten persönlich od. per Telefon). Falls für Euch auch ein Quereinstieg im laufenden Kita-Jahr in Frage kommt, kümmert Euch darum, dass diese Information auf Eurer Anmeldung vermerkt ist. Es gibt allerdings kein Patentrezept dafür, wie man sich möglichst bekannt und beliebt macht. | Januar bis Juni |
| Wer sich ärgert, dass der nahtlose Übergang von Elterngeld zu Krippeneintritt mit 12 bis 14 Monaten nicht wie erwartet funktioniert und/oder bestimmte Geburtsmonate institutionell benachteiligt sind, unterschreibt am besten hier für noch „Mehr Krippenplätze in Hannover“ und macht wo es nur geht auf dieses Problem aufmerksam! Schreibt zum Beispiel an Euren Bezirksrat, den Oberbürgermeister, die Landesregierung oder wendet Euch an die Presse! | Laufend |
2. Kindergartenplatzsuche
| WAS?
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WANN? |
| Informieren: Die Aufnahme in den Kindergärten findet in der Regel zum 1. August statt (siehe oben). Erkundigt Euch zunächst bei einigen Kindergärten in Eurem Stadtteil, ob Euer Kind auch zu anderen Terminen einsteigen könnte (z.B. weil ohnehin selten alle Plätze besetzt sind). Wenn Ihr einen Ganztagsplatz braucht, erkundigt Euch speziell nach der Situation für diese Plätze. Wenn die Lage entspannt ist, braucht Ihr nicht weiterlesen, sondern könnt einfach bei Gelegenheit ein paar Anmeldungen erledigen. Adressen und Telefonnummer findet Ihr hier. |
Lebensalter 0-24 Monate |
| Anmelden: Wann man in den stark nachgefragten Gebieten mit den Anmeldungen beginnen sollte und ob man dadurch seine Chancen verbessern kann, ist sehr umstritten. Viele Kitas haben ein Mindestalter (z.B. 24 Monate) für Kontaktaufnahmen zur Anmeldung festgelegt. In der Regel reicht es aus, zwischen August und Oktober des Vorjahres die Anmeldungen für den Aufnahmetermin im August des kommenden Kita-Jahres zu erledigen. Der Anmeldezeitpunkt spielt eine deutlich geringere Rolle als allgemein angenommen. Wie man sich bei den einzelnen Kindergärten anmeldet ist sehr unterschiedlich (z.B. Teilnahme am Info-Tag, persönlichen Anmeldetermin vereinbaren, lediglich ein Formular ausfüllen, telefonische Anmeldung etc.). Damit nicht alle Eltern diese Modalitäten neu in Erfahrung bringen müssen, setzt der immerda e.V. sich dafür ein, dass es mittelfristig eine stadtweite Übersicht dazu gibt. Lasst Euch von der Information einer „langen Warteliste“ nicht verunsichern. Alle Eltern melden ihre Kinder bei mehreren Einrichtungen an. Die Anzahl liegt in der Regel bei mindestens 5, kann aber auch bei 35 Anmeldungen liegen. Deshalb sind Wartelisten nicht so aussagekräftig wie es scheint. Sobald die Vergabe von Plätzen in Gang gesetzt ist, schrumpft auch die längste Warteliste zusammen. |
August bis Oktober des Vorjahres (oder früher) |
| Abwägung einer Klage: Wenn die Versorgungslage knapp ist, kann man nicht mit einem Quereinstieg zum gewünschten Monat rechnen, erst recht nicht in einer der Wunsch-Kitas. Wenn Euer Kind z.B. im November 3 Jahre alt wird, könnt Ihr Euch nicht darauf verlassen zu diesem Zeitpunkt „auf dem freien Markt“ einen Betreuungsplatz zu bekommen. Ab dem Monat der Vollendung des 3. Lebensjahres hat das Kind allerdings einen Rechtsanspruch auf einen Platz von 4 Std./täglich, den man als Eltern einklagen kann. Die Kommune steht dann in der Verantwortung, Euch einen Platz zuzuteilen. Es lohnt sicher daher, die Vor- und Nachteile einer Klage abzuwägen und sich bei Bedarf entsprechend vorzubereiten. Hier könnt Ihr Euch über die konkreten Bedingungen näher informieren. |
Lebensalter 24-36 Monate |
| Alternativen einplanen: Wer eine Klage ausschließt, sollte den 1. August (plus zwei bis vier Wochen Eingewöhnungszeit) bei der Betreuungs-Planung bzw. der elterlichen Berufs- und Ausbildungsplanung frühzeitig berücksichtigen. Dies gilt z.B. für die Beantragung der Elternzeit, für die Frage, ob und wann das Kind vor dem Kindergarten in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter gehen soll sowie für die Planung von Übergangs-, Alternativ- und Notlösungen. Man kann davon ausgehen, dass ein November-Kind mit 3 ¾ Jahren sehr viel bessere Chancen auf einen Platz hat als mit 2 ¾ Jahren. Unterstützung bei der Suche nach Tagesmüttern findet Ihr hier und hier. |
Laufend |
| Übergang Krippe-Kindergarten für August bis Oktober geborene Kinder: Nach den aktuellen Förderbedingungen der Stadt Hannover werden November bis Juli geborene Kinder nach Vollendung ihres dritten Lebensjahres bis zum Ende des laufenden Kita-Jahres als Krippenkinder weiter gefördert, so dass der Übergang hier gewährleistet ist. August bis Oktober geborene Kinder sollen spätestens mit Vollendung des dritten Lebensjahres – realistisch also als knapp unter 3jährige zum 1. August vor ihrem Geburtstag – in den Kindergarten wechseln. Falls sie dennoch in der Krippe bleiben, werden sie nur noch als Kindergartenkinder weiter gefördert, wodurch dem Träger finanzielle Verluste entstehen.
Zu dieser Regelung gibt es aktuell noch Einzelfallausnahmen, die der Träger beim Fachbereich Jugend und Familie beantragen kann. Eltern von August bis Oktober geborenen Krippen-Kindern sollten sich deswegen sowohl um eine Aufnahme in den Kindergarten als auch um den Verbleib in der Krippe (Plan B) und für den Notfall auch um eine Tagesmutter oder familiäre Betreuung als Zwischenlösung (Plan C) bemühen. |
Ab August des Vorjahres |
| Das Auswahlverfahren zur Vergabe der Plätze findet in der Regel zwischen Januar und Juni statt, aber auch das ist von Einrichtung zu Einrichtung sehr unterschiedlich. Die Stadt hat Vergabekriterien formuliert, die ihr hier nachlesen könnt. Da die große Mehrheit der platzsuchenden Eltern eines dieser Kriterien erfüllt, kann man sich darüber hinaus an folgende Maxime halten: Je älter Euer Kind zum 1. August (in Lebensmonaten) ist, desto größere Chancen habt Ihr auf einen Platz oder gar Euren Wunschplatz. Wer für ein im August 36 Monate altes Kind oder sogar noch unter 36 Monate altes Kind einen Platz sucht, wird sich deutlich mehr anstrengen müssen und in dieser Zeit mehr Abweisungen erleben als jemand, dessen Kind im August 42 Monate alt ist.
Gelassenheit und Flexibilität sind das A und O. Es kann bis zuletzt noch Verschiebungen geben, weil Eltern zunächst zugesagte Plätze wegen passendere Alternativen doch wieder absagen. Es empfiehlt sich, nach der Anmeldung noch ein- bis zweimal sein Interesse an einem Platz zu bekräftigen und sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen (am besten persönlich od. per Telefon). Falls für Euch auch ein kurzfristiger Quereinstieg im laufenden Kita-Jahr in Frage kommt, kümmert Euch darum, dass diese Information auf Eurer Anmeldung vermerkt ist. Es gibt allerdings kein Patentrezept dafür, wie man sich möglichst bekannt und beliebt macht. |
Januar bis Juni |
| Wer sich über chaotische Verhältnisse, Platzmangel und institutionelle Benachteiligung ärgert, ist nicht allein! Helft mit, auf diese Probleme aufmerksam zu machen, um zukünftigen Eltern eine entspanntere Platzsuche zu ermöglichen!
Gleiches gilt natürlich auch für Missstände im schulischen Bereich, die wir hier leider nicht mit abdecken konnten. Wir empfehlen jedoch auf jeden Fall die Unterzeichnung des derzeitigen Volksbegehren für gute Schulen. Weitere Informationen dazu findet ihr hier. |
Laufend |
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